Gipfeltreffen
Dieser Blog wird präsentiert von der Stadtmusik Zürich.
Zwei der renommiertesten Blasorchester Zürichs treffen sich in der Tonhalle zu einem musikalischen Rendezvous:
Die StadtJugendMusik Zürich unter Christian Noth und die Stadtmusik Zürich mit Dirigent Niki Wüthrich fordern sich zu gegenseitigen klanglichen Höhenflügen heraus.
Die SJMUZ eröffnet den Abend mit «Compostela» von Thierry Deleruyelle, einer abwechslungsreichen, majestätischen Klangbeschreibung des Jakobswegs bis nach Santiago de Compostela. Es folgt «Machu Picchu – City in the Sky» von Satoshi Yagisawa, das die sagenumwobene Stadt in epischen Farben, ihren Fall und ihre Wiederentdeckung feiert.
Anschliessend übernimmt die Stadtmusik Zürich mit «Trencadìs» von Bert Appermont – einem lebendigen, von Gaudìs Mosaikkunst inspirierten Werk voller mediterraner Rhythmen und tänzerischer Energie, mit dem das Orchester am Eidgenössischen Musikfest in Biel in der 1. Klasse Harmonie beeindruckende 96 Punkte erzielte.
Nach einer Pause voller Begegnungen und Gespräche präsentiert die Stadtmusik ihr EMF-Selbstwahlstück «Metamorphosis» von Thomas Trachsel. Das kontrastreiche und vielseitige Werk brachte dem Orchester am Wettbewerb in Biel Bestnoten ein. Dass der Komponist an diesem Abend selbst in der Tonhalle anwesend ist, gestaltet den Auftritt für die Musizierenden zusätzlich besonders.
Durch die Umbaupausen führt Moderator Martin Hollins mit kurzweiligen Interviews. Mit Elena von der SJMUZ und Peter von der Stadtmusik treffen dabei zwei Generationen aufeinander. Elena spielt zwar schon länger in der SJMUZ, steht an diesem Abend aber erstmals mit dem Blasorchester auf der Bühne der Tonhalle. Peter wiederum hat genau 60 Jahre nach seiner ersten Teilnahme erneut am Eidgenössischen Musikfest in Biel mitgewirkt. Im Gespräch wird deutlich, was beide verbindet: Die Freude am gemeinsamen Musizieren und die starke Gemeinschaft im Verein. Eine passendere Zusammenfassung dieses Abends gibt es kaum.
Zum Abschluss wird es auf der Bühne eng – klanglich bleibt dagegen viel Raum. Fast 140 Musizierende vereinigen sich zu einem kraftvollen Klangkörper im imposanten «Cumbre Alta» von Oscar Navarro und nehmen das Publikum mit auf eine packende Reise zu hohen Gipfeln, durch beeindruckende Landschaften und geschichtsträchtige Orte.
Obwohl die rund 140 Stühle, Musizierenden und Instrumente nur mit viel Geschick auf der Bühne Platz finden, überzeugt das Ergebnis auf ganzer Linie. Spielfreude, Präzision und die intensive Probenarbeit sind in jedem Moment spürbar und machen das Konzert zu einem besonderen Hörerlebnis.
Mit der gemeinsamen Zugabe, dem «Dam Busters March» von Eric Coates, steht die Freude am gemeinsamen Musizieren ein letztes Mal im Mittelpunkt. Ein stimmiger Abschluss für ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt.
Dieser Blog wurde präsentiert von der Stadtmusik Zürich.